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Wie schwer ist Stand up Paddling?

 

Das ist eine gute Frage, die sich eine Menge Leute stellen. Eigentlich sieht es ja ganz leicht aus. Man gleitet leicht wie eine Feder übers Wasser und genießt die Sonne auf seiner Haut.

Doch wie anstrengend ist Stand up Paddling wirklich?

Dieser Frage gehe ich heute einmal genauestens auf den Grund und werde das Stand up Paddling sozusagen ins Kreuzverhör nehmen. Also sei gespannt, es wird ernst…

 

 

Bevor wir richtig starten, erst einmal ein kurzer Vergleich mit verschiedenen anderen Sportarten und Tätigkeiten. Somit kannst du für dich selbst schon mal eine grobe Einordnung vornehmen.

Stand up Paddling ist leichter als…

  • Surfen
  • Wakeboarden
  • Snowboarden
  • Skateboarden
  • Das erste Mal Fahrrad fahren
  • Einem Mädchen oder einem Jungen nach einem Date fragen

Stand up Paddling ist schwerer als…

  • Video-Spiele spielen
  • Auf dem Sofa sitzen
  • Ein Eis essen

Na gut, ich muss zugeben einige der Dinge machen nicht so wirklich Sinn als Vergleich, aber ich will verdeutlichen wie einfach Stand up Paddling im Grunde ist.

Auch wenn du nicht die beste Balance besitzt und du eher ein Wackelkandidat bist, kannst du Spaß haben. Viele Leute sitzen oder knien auch auf dem Board. Dafür gibt es auch extra einen sogenannten SUP Board Sitz.

Um ganz einfach und simpel zu starten, empfehlen wir dir das Stand up Paddling auf einem ruhigen See ohne Wind und ohne Strömung zu starten. Damit hast du beste Voraussetzungen für deine erste Paddel Tour.

So nun wo du dich schon ein wenig besser mit dem Thema identifizieren kannst, präsentieren wir dir 10 Fakten und Hinweise zu der Frage: Wie schwer ist Stand up Paddling?

 

1. Stabiler Stand mit Blick zum Horizont

Die erste Sache die du wahrscheinlich auf einem Paddle Board machen wirst, ist wie versteinert da stehen. Du wirst merken wie sich deine Körpermitte anspannt, damit du bloß nicht ins Wackeln kommst.

Jetzt heißt es erstmal durchatmen. Du musst dich entspannen und ein Gefühl für das SUP Board bekommen. Vielleicht bedeutet es auch, dass du ins Wasser fällst, aber das ist völlig in Ordnung. Einfach kurz beruhigen und wieder rauf aufs SUP Board.

Wenn du stabilen auf dem Board stehen möchtest, musst du deinen Kopf heben und auf den Horizont schauen. Viele Leute machen den Fehler und blicken die ganze Zeit auf ihre Füße und werden dann von kleinen Wellen völlig überrascht. Ab besten du versuchst dich mit kleinen Schritten auf dem Board zu bewegen und testest mal was alles möglich ist. Eine weitere gute Übung ist es, dein Gewicht abwechselnd auf deinen linken und rechten Fuß zu verteilen und damit aktiv das Board zum Wackeln zu bringen. Du wirst schnell merken wie stabil das SUP Board ist.

 

2. Nutze deine Körpermitte

Wenn du dich beim Paddeln nur auf deine Arme verlässt, wird dein Stand up Paddling Erfahrung ein relativ kurzer Spaß werden. Du darfst nicht den Fehler machen und das Paddel als eine Verlängerung deiner Arme zu sehen.

Die Kraft beim Paddeln sollte ihren Ursprung in der Körpermitte haben. Wenn du diesen Hinweis beachtest, wirst du schnell merken, dass du länger viel länger und einfacher paddeln kannst. Stand up Paddling ist ein geniales Training für die Körpermitte und damit für die gesamte Bauch-, Becken-, und Rückenmuskulatur. Je mehr du fährst, desto mehr Kraft entwickelst du und desto stabiler stehst du auf dem SUP Board.

 

3. Informiere dich über die Wetterlage

Bevor du eine längere Tour mit deinem SUP Board unternimmst, solltest du unbedingt die Wetteraussichten überprüft haben. Nichts ist schlimmer als mitten auf dem Wasser von einem Gewitter überrascht zu werden.

Der starke Wind wird es dir höchstwahrscheinlich schwer machen, wieder zurück zu kommen. Dein Körper verhält sich dann wie ein Segel und es ist nicht einfach dagegen anzukommen. Wenn der Wind zu stark werden sollte, leg dich flach auf den Bauch auf dein Board und paddle mit den Armen. So solltest schnell und sicher an ein ruhiges Ufer gelangen.

 

 

4. Sei aufmerksam

Typischerweise kann man sich ein Stand up Board mieten oder man sein eigenes Board und setzt es an einem Fluss oder See ein. Aber egal ob nun gemietetes oder eigenes Board und unabhängig von Fluss, See oder Ozean man sollte immer auf sich und seine Umgebung achten. SUP Boards sind groß und teilweise sehr hart, wodurch es ein gewisses Verletzungsrisiko gibt.

Aus diesem Grund solltest du immer versuchen beim Reinfallen ins Wasser, dich vom Board seitlich weg zu bewegen. Ein weiterer Punkt auf den du achten solltest, sind andere Personen im oder auf dem Wasser. In den meisten Fällen wirst du nicht allein auf dem Wasser sein, sondern neben einigen Schwimmern, Tauchern und Paddlern deinen Spaß haben. Daher achte immer darauf wer oder was vor dir ist. Wenn du diese Punkte beachtest, kommt der Paddel Spaß von ganz allein.

 

5. SUP Board Position

Als Einsteiger ist es manchmal gar nicht so einfach die Spitze des SUP Boards vom Heck zu unterscheiden. Gerade bei den SUP Boards für Anfänger sind beide Enden eher groß und rund, um eine höhere Stabilität zu gewährleisten. Doch es gibt einen einfach Trick die richtige Ausrichtung des Boards herauszufinden.

Schau dir einfach an, wo am Board die Finnen montiert sind. Diese sind in der Regel immer im hinteren Teil des SUP Boards. Sie sorgen dafür, dass du beim Paddeln eine gerade Linie fahren kannst.

 

6. Paddel Position

So simpel es auch scheint, aber die Position deines Paddels ist der Schlüssel zu einem leichten und unbeschwerten Stand up Paddling. Du solltest nicht versuchen das Paddel als Schaufel zu missbrauchen, denn darunter werden allein deine Oberarme leiden.

Stattdessen versuche einfach das Paddel kurz vor dir ins Wasser gleiten zu lassen und mit einer nachlaufenden Bewegung durch das Wasser zu ziehen.

Wir könnten an dieser Stelle noch viel mehr zur richtigen Paddeltechnik erzählen, doch das würde den Rahmen dieses eh schon Beitrags doch sprengen. Mehr Informationen dazu findet ihr in dem folgenden Video.

 

 

7. Unbedingt eine Leash nutzen

Die Leash ist ein essentieller Teil des Stand up Paddelns. Der Einsatz einer SUP Leash trägt zu deiner eigenen Sicherheit und der anderer Personen bei. Auf diese Weise bleibt das Board stets in der Nähe und kann nicht unkontrolliert davon treiben.

Der am meisten verbreitete Grund keine Leash zu tragen ist der Komfort. Allerdings sagen wir, das ist kein Grund andere zu gefährden. Für jeden SUP Paddler ist eine Leash Pflicht. Es gibt bereits eine Vielzahl an verschiedenen Designs, Farben und Materialien. So sollte für jeden etwas dabei sein.

 

 

8. Richtig Fallen

Egal wir viel Erfahrung man hat, jeder fällt früher oder später mal ins Wasser. Bis du das richtige Gefühl für das Board und das Paddel hast, wirst du sicherlich öfter mal ins kühle Nass gesprungen sein. Aber keine Sorge das geht uns allen so und nur auf diese Weise lernt man.

Die richtige Technik beim Fallen ist daher ein wichtiger Punkt. Das letzte was du willst, ist das du auf deinem eignen Board landest und dir wehtust. Daher raten wir dir, falle immer so weit weg vom SUP Board wie möglich. Wenn du merkst, dass du das Gleichgewicht verliest, stoß dich vom Board ab und spring nach links oder rechts. Auf diese Weise kann dir nichts passieren und das SUP Board kann sich nicht weit entfernen.

 

9. Riskier was Neues

Mittlerweile solltest du länger auf deinem Board stehen können und die ersten Runden gedreht haben. Herzlichen Glückwunsch, jetzt kommt der richtige Spaß. Es wird Zeit ein paar Risiken einzugehen. Was ist zum Beispiel mit Wellen? Bist du bereit ein paar kleinere Wellen zu surfen?

Du solltest jetzt einfach mal alles austesten und probieren wie gut du schon geworden bist. Je mehr Versuche du unternimmst, desto besser wirst du und desto einfacher wird es.

 

10. Hab Spaß

Stand up Paddling macht einfach unglaublich Spaß, egal ob du Profi bist oder gerade das erste Mal auf einem Board stehst. Schnapp dir einfach ein paar Freunde oder deine Familie und probiere es aus.

Wenn du die ganze Zeit befürchtest, dass du ins Wasser fallen könntest, dann wird genau eine Sache auf jeden Fall passieren. Du wirst ins Wasser fallen, aber egal. Du wirst aufstehen und weiter machen und darüber lachen.

Stand up Paddling ist nicht schwer und jeder kann es ausprobieren. Vom Kind bis zum Rentner haben wir schon alle möglichen Leute auf einem SUP Board gesehen und jeder hatte ein Lächeln im Gesicht. Also worauf wartest du? Pack deine Badesachen ein und los geht´s.

Wie schwer ist Stand up Paddling?
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